Floriade 2012

Vom 5. April bis 7. Oktober findet in Venlo (Niederlande) die Floriade 2012 statt – die Welt-Garten-Expo. Die Floriade 2012 bietet ein intensives Erlebnis, bei dem Sie und die Natur die Hauptrolle spielen. Erfahren Sie auf Ihrem Weg entlang der wunderschönen Gärten und Pavillons mit allen Sinnen, welchen Einfluss der Gartenbau auf unsere Lebensqualität ausübt. Lauschen Sie wunderbarer Musik und gönnen Sie sich zwischendurch einen Moment der Ruhe.

www.floriade.de

Ulrich Sander KG erstellt Lärm- und Sichtschutzzaun für Kindergarten in Borgstedt

Ständerwerk des massiven Holzzaunes

Fertig gestellter Zaun. In 24794 Borgstedt, Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Planungsdauer: 1 Tag….

Holzzaun in hochwertiger Ausführung

Einfriedung des Kindergartens in 24794 Borgstedt

…..Ausführungsdauer: 1 Tag!

Fragen und Antworten zur Aussaat

Viele Gemüse- und Balkonblumen-Sorten muss man selbst aussäen, da sie als Jungpflanzen im Handel kaum erhältlich sind. Hier geben wir Antworten auf die zehn wichtigsten Fragen zur Aussaat.

1. Ab wann kann ich Gemüse und Blumen aussäen?

Wenn Sie zu früh mit der Aussaat beginnen, ist das Verhältnis von Temperatur und Lichtstärke für die jungen Sämlinge sehr ungünstig. Häufig steht die Saatkiste auf einer Fensterbank und wird von der Heizung erwärmt, die Sonne hat aber noch nicht genügend Kraft, um die Pflanzen ausreichend mit Licht zu versorgen. Die Sämlinge bilden daraufhin lange dünne Stängel mit kleinen, fahlgrünen Blättchen. Im Gärtnerjargon wird das Phänomen auch Vergeilung genannt. Faustregel: Im Haus nicht vor dem ersten März mit der Aussaat beginnen. Im Gewächshaus und Frühbeet können Sie Blumen und Gemüse etwas früher aussäen, weil die Pflanzen besser belichtet werden und sich das Verhältnis von Licht und Temperatur leichter steuern lässt. Im Haus gelingt eine frühere Aussaat nur bei zusätzlicher Belichtung mit einer Pflanzenleuchte. Bei der Direktsaat von Blumen und Gemüse im Beet hängt der Aussaattermin von der Winterhärte der jeweiligen Pflanzen ab. Die Aussaat von Bohnen sollten Sie so planen, dass die Pflanzen nicht vor den Eisheiligen keimen, Möhren hingegen können Sie schon im März aussäen.

2. Brauche ich spezielle Aussaat-Erde?

Sie sollten zur Aussaat von Blumen und Gemüse auf jeden Fall richtige Aussaat-Erde verwenden. Sie enthält im Gegensatz zu herkömmlicher Pflanzerde kaum Nährstoffe, damit die Sämlinge nicht gleich überfüttert werden, sondern zur Nährstoffversorgung kräftige Wurzeln ausbilden müssen. Gute Aussaat-Erde wird bei der Herstellung mit heißem Wasserdampf sterilisiert, um Pilzsporen und andere Krankheitserreger abzutöten. Tipp: Füllen Sie Ihre Aussaat-Gefäße zur Hälfte mit herkömmlicher Pflanzerde und verteilen Sie darauf eine gleich starke Schicht Aussaat-Erde. So bilden die Sämlinge zunächst viele Wurzeln und wachsen anschließend in die nährstoffreichere Erdschicht hinein.

3. Ist das Vorziehen von Gemüse und Sommerblumen sinnvoll?

Das hängt davon ab, um welche Pflanzen es sich handelt. Wärmebedürftige Gemüsearten wie Tomaten, Auberginen und Gurken sollten Sie immer vorziehen, weil die Vegetationsperiode im Freiland sonst kaum ausreicht, um reiche Ernten einzufahren. Kohlarten ziehen Sie am besten im Gewächshaus oder Frühbeetkasten vor; sie brauchen sonst ebenfalls sehr lange bis zur Erntereife. Auch klassische Balkonblumen wie Petunien oder Fleißiges Lieschen müssen unter Glas ausgesät werden, damit sie zum Start der Terrassensaison im Mai kräftig genug sind und die Blüte nicht zu spät einsetzt. Einjährige Kletterpflanzen wie Duft-Wicke (Lathyrus) oder Prunkwinde (Ipomoea) bieten schnelleren Sichtschutz, wenn sie frühzeitig ausgesät werden. Bei den meisten Gemüsearten und Sommerblumen ist die Direkt-Aussaat ins Beet allerdings die einfachere und bessere Methode.

4. Soll ich in Anzucht-Schalen aussäen oder in einzelne Töpfe?

Wenn das Saatgut – beispielsweise bei Tomaten – relativ grobkörnig ist und zuverlässig keimt, spricht nichts gegen eine Aussaat von jeweils zwei bis vier Samen in kleine Blumentöpfe. Vorteil: Sie können die Sämlinge später einfach vereinzeln und sparen sich das aufwändigere Pikieren. Feines Saatgut hingegen säen Sie besser in Schalen aus, denn dann können Sie sich aus einer Vielzahl von Sämlingen die kräftigsten aussuchen. Ein guter Kompromiss ist die im professionellen Gartenbau übliche Aussaat in Multitopf- oder Quickpotplatten: Die jungen Sämlinge werden nach dem Keimen mit kleinen Erdballen in größere Töpfe umgepflanzt und wachsen ohne Unterbrechung weiter, weil die Wurzeln dabei kaum beschädigt werden.

5. Wie erreiche ich, dass sich feines Saatgut besser verteilt?

In der Praxis erweist sich die gleichmäßige Aussaat von feinem Saatgut oft als schwierig. In diesem Fall hilft folgender Trick: Mischen Sie das Saatgut einfach mit möglichst feinem, trockenem Quarzsand und streuen Sie das Sand-Samen-Gemisch anschließend auf dem Saatbett aus. Bei flächiger Aussaat können Sie die Samen auch einfach in ein Küchen- oder Teesieb mit passender Maschengröße füllen und anschließend wie Puderzucker auf einem Kuchen ausstreuen.

6. Ist eine Abdeckung der Aussaat-Behälter zu empfehlen?

Damit die ausgesäten Samen keimen können, benötigen sie Wärme und eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit. Vor allem bei der Aussaat auf der Fensterbank ist wegen der trockenen Zimmerluft eine Abdeckung sehr wichtig. Verwenden Sie am besten spezielle Anzuchtkisten mit transparenten Kunststoffhauben und decken Sie einzelne Töpfe mit umgedrehten Einmachgläsern oder Frischhaltefolie ab. Vergessen Sie aber nicht, die Abdeckungen täglich für ein paar Minuten zu öffnen, damit ein Luftaustausch stattfinden kann und sich keine Pilzkrankheiten ausbreiten.

7. Wie muss ich Licht- und Dunkelkeimer aussäen?

Für die meisten Pflanzenarten spielt es keine Rolle, ob sie bei der Aussaat stärker oder weniger stark mit Erde bedeckt werden. Einige Pflanzen haben aber besondere Ansprüche: Lichtkeimer wie zum Beispiel Dill, Kresse, Sellerie, Fingerhut und Löwenmäulchen benötigen, wie der Name schon sagt, eine gewisse Lichtmenge, damit der Keim-Impuls im Samenkorn ausgelöst wird. Oft sind die Samen sehr klein und die Keimlinge deshalb kaum im der Lage, stärkere Erdschichten zu durchdringen. Die Samen der Lichtkeimer werden auf die Aussaaterde gestreut, mit einem flachen Holzbrett leicht in das Saatbett gedrückt und anschließend mit einer dünnen Schicht Sand übersiebt. Zum Anfeuchten verwenden Sie am besten eine Sprühflasche oder eine Gießkanne mit feiner Brause, damit die Samenkörner nicht wegschwimmen.

Dunkelkeimer wie Kürbis, Zuckermais, Lupinen, Stiefmütterchen und Stockrosen brauchen zur Keimung Dunkelheit und müssen deshalb mit einer ausreichend starken Erdschicht bedeckt sein. Zudem erzielen Sie bei einigen Arten eine höhere Keimquote, wenn Sie die Aussaat-Kisten bis zur Keimung in einem abgedunkelten Raum lagern oder das Gemüsebeet mit schwarzer Folie abdecken.

Wenn Sie die Keimbedingungen einer Pflanze nicht kennen, liegen Sie mit folgender Faustregel zu 99 Prozent richtig: Bedecken Sie alle Samen mit einer Sand- oder Erdschicht, die bei staubfeinem Saatgut höchstens dem einfachen bis doppelten und bei größeren Samenkörnern dem dreifachen bis vierfachen Korndurchmesser entspricht.

8. Warum keimen meine Staudensamen nicht?

Bei fast allen Stauden und Gehölzen aus winterkalten Regionen handelt es sich um sogenannte Frostkeimer. Botanisch korrekt ist die Bezeichnung Kaltkeimer, denn die Samen benötigen zum Keimen nicht unbedingt Frost, sondern lediglich einen längeren Zeitraum mit niedrigen Temperaturen. Diese natürliche Keimhemmung schützt die Samen davor, schon vor Ende des Winters zu keimen. Verhindert wird das Auflaufen der Frostkeimer von einem speziellen Pflanzenhormon, das durch die niedrigen Temperaturen langsam abgebaut wird. Aus diesem Grund keimen die meisten Staudensamen nur spärlich, wenn Sie sie im Vorjahr geerntet und bis zur Aussaat im warmen Heizungskeller aufbewahrt haben. Die Keimhemmung kann je nach Pflanzenart sehr hartnäckig sein – die Samen von Eibe und Zaubernuss beispielsweise keimen unter natürlichen Bedingungen oft erst nach drei bis vier Jahren. Um die Keimhemmung zu brechen, wird im professionellen ein Verfahren angewendet, das sich Stratifikation nennt: Man mischt die Samen mit feuchtem Sand und lagert das Gemisch bei Temperaturen um fünf Grad Celsius für mehrere Wochen oder Monate im Kühlhaus, bevor die Samen dann im Frühjahr ausgesät werden. Mithilfe eines Kühlschranks können auch Hobbygärtner die Samen von Kaltkeimern in Gefrierbeuteln mit feuchtem Sand stratifizieren. Vor dem Stratifizieren können Sie hartschalige Samen zusätzlich mit Schmirgelpapier behandeln, um die Quellung zu erleichtern.

9. Wie erkenne ich den richtigen Zeitpunkt zum Pikieren?

Der Zeitpunkt zum Pikieren ist gekommen, wenn sich die Keimblätter und die ersten richtigen Blätter entfaltet haben. Bei Pflanzen ohne spezielle Keimblätter warten Sie so lange, bis sich das vierte Laubblatt zu sehen ist. Grundsätzlich gilt: Je früher Sie die Sämlinge pikieren, desto kleiner ist die Wachstumsunterbrechung, weil kleinere Pflanzen schneller und zuverlässiger anwachsen als größere. Außerdem machen sich die Sämlinge in Aussaat-Schalen schnell gegenseitig das Licht streitig, wenn Sie mit dem Pikieren zu lange warten.

10. Wann können die vorgezogenen Pflanzen nach draußen?

Der optimale Zeitraum für das Auspflanzen der eigenen Anzucht hängt vor allem vom Witterungsverlauf ab, da fast alle Gemüse- und Balkonblumenarten frostempfindlich sind. Zur Sicherheit sollten Sie die Eisheiligen (etwa Mitte Mai) abwarten, bis Sie Ihre Jungpflanzen ins Gartenbeet oder in den Balkonkasten setzen. Selbst ausgesäte winterharte Pflanzen können Sie hingegen gleich im Frühjahr in den Garten umsiedeln. Wichtig: Pflanzen, die zuvor im Gewächshaus oder auf der Fensterbank gestanden haben, vertragen weder starke Sonneneinstrahlung noch niedrige Temperaturen. Um Blattverbrennungen oder Temperaturschocks zu vermeiden, sollten Sie die Jungpflanzen daher mit temperiertem Wasser angießen und in den ersten Tagen nach dem Auspflanzen mit einem Schattiernetz abdecken. Kübelpflanzen und frisch bepflanzte Balkonkästen sollten für die ersten paar Tage an der frischen Luft möglichst schattig stehen.

Vorsicht, Blattläuse!

Ausgerechnet jetzt, wenn die Überwinterungspflanzen sich vom Stress der Winterruhe allmählich erholen und viele andere Pflanzen frische Austriebe und Blütenansätze bilden, kommen sie und ernähren sich an unseren Pflanzenlieblingen: die Blattläuse. Wird nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen, kann es zu schwerwiegenden Schädigungen kommen. Blattläuse verfügen über einen Saugrüssel, mit dem sie Pflanzenteile anstechen und der Pflanze kohlenhydratreiche Pflanzensäfte entziehen. Die besten „Nahrungsquellen“ sind natürlich junge Triebe und Blütenknospen, weil hier der Saftstrom der Pflanze am intensivsten ist. Durch den Einstich der Blattläuse kommt es an diesen Stellen zu kleinen Nekrosen, was später zum Beispiel zu einer verkrüppelten Blattoberfläche oder zu Knospenfall führt. Hinzu kommt etwas, was anfänglich nicht gleich sichtbar wird: Die meisten Blattlausarten übertragen Viruserkrankungen auf die Wirtspflanze, die zu Deformierungen und unerklärlichen Blattflecken führen.

WAS SIND BLATTLÄUSE?

Blattläuse zählen zu den Insekten und werden unter der zoologischen Bezeichnung Aphidoidea eingeordnet. Weltweit sind etwa 3000 Arten bekannt. In unseren Breiten leben davon immerhin um 850 verschiedene Arten. Die kleinen Insekten gelten allgemein als Schädlinge. Sie sind meist wenige Millimeter groß, nur ganz wenige Arten erreichen eine Körperlänge von 5 bis 7 mm. Eine weitere Besonderheit bei diesen Insekten liegt darin, dass sie sowohl geflügelt als auch ungeflügelt auftreten. Die Tiere ohne Flügel dienen in erster Linie der typischen Massenvermehrung. Die geflügelten Tiere einer Art sorgen für eine ausgedehnte Verbreitung des Schädlings (Wirtswechsel).

WOHER KOMMT DER KLEBRIGE BELAG?

Alle Blattlausarten stechen Pflanzenteile an und nehmen über den Saugrüssel Pflanzensäfte auf. Blattläuse sind nicht in der Lage, alle Inhaltsstoffe der Pflanzensäfte aufzunehmen und ernähren sich daher fast ausschließlich von den Aminosäuren. Zuckerhaltige Lösungen können sie nicht aufnehmen und scheiden diese gleich wieder aus.

Sozusagen als Begleiterscheinung bildet sich immer da, wo Blattläuse auftreten, ein klebriger Belag auf den Pflanzen. Dieser lockt anderen Insekten wie Ameisen an. Aber auch Pilze lagern sich rasch auf den zuckrigen Lösungen ab und überziehen die Blätter der Pflanze bald mit einem hässlichen schwarzen Belag (Schwärze oder Rußtaupilz).

WIE VERMEHREN SICH BLATTLÄUSE?

Die Mehrzahl der Blattläuse vermehrt sich über mehrere Generationen durch die sogenannte Jungfernzeugung (= Parthenogenese oder eingeschlechtliche Fortpflanzung). Bei solch einer Vermehrungsrate bildet sich rasch, saisonal und witterungsabhängig, eine neue Generation mit einer sehr großen Population, die sich dann auch geschlechtlich durch Eiablage weitervermehrt. Hierbei schlüpfen über die Eier geflügelte und ungeflügelte Blattläuse. Trockene warme Luft fördert den Entwicklungszyklus aller Blattlausarten.

WAS TUN GEGEN BLATTLÄUSE?

Gegen Blattläuse sind zahlreiche alte Hausmittel, wie verdünnte Spirituslösungen oder Seifenlauge, bekannt. Oft hilft auch ein einfaches Abbrausen der Pflanze. Im Fachhandel gibt es darüber hinaus einige gute und wirksame biologische Pflanzenschutzmittel. Ob man sich diese als Konzentrat oder gleich in einer anwendungsfertigen Lösung besorgt, bleibt jedem selbst überlassen. Treten Blattläuse an Pflanzen auf, die in einem Topf stehen, dessen Durchmesser 14 cm nicht überschreitet, kann man hier auch Pflanzenschutzstäbchen einsetzen. Teilweise haben diese Stäbchen oder Kegel eine Doppelwirkung durch einen miteingebrachten Dünger.

Gräser pflanzen und teilen

Viele Gräser-Arten wie Lampenputzergras, Blauschwingel, Bärenfellgras und Blaustrahlhafer wachsen schnell und werden bald zu groß. Doch damit die Gräser ihre volle Schönheit entfalten können, ist ausreichend Platz wichtig. Deshalb sollten Sie die zu groß gewordenen Gräser-Horste ausgraben und mit dem Spaten in Stücke teilen – jetzt im Frühjahr ist die ideale Zeit dafür. Die kleinen Büschel werden anschließend neu gepflanzt. Selbstverständlich tut auch alten, verkahlten und verfilzten Gräser-Horsten eine Teilung gut.

Frühjahrsschnitt der Rosen

Der richtige Schnittzeitpunkt für Rosen hängt stark von der Witterung ab. Zu früh geschnittene Rosen treiben sehr rasch aus und bilden rötliche, zarte, noch sehr weiche Austriebe. Nachtfröste, die unregelmäßig auftreten, zerstören diese Triebe, was dann zu einer langfristig gesehenen Verzögerung der ersten Blüte führt und ein Nachschneiden erforderlich macht. Im ungünstigsten Fall, wenn die Rosen sehr stark zurückgeschnitten wurden, kann dies sogar zum Absterben der ganzen Pflanze führen.

Eine sehr gute alte Gärtnerregel sagt, Rosen schneidet am besten, wenn die Forsythien gerade anfangen zu blühen. Diese Weisheit hat sich, regional zwar sehr unterschiedlich, hervorragend bewährt.
So unterschiedlich die Wuchseigenschaften der einzelnen Rosenarten sind, so verschieden sind auch die Schnittmaßnahmen für diese Pflanzen. Gutes, scharfes Werkzeug wie spezielle Rosenscheren sind empfehlenswert. Ungeeignet sind sogenannte Ambossscheren. Sie sind zwar für viele Gartenarbeiten bestens geeignet, neigen aber dazu, das empfindliche Gewebe der Rosentriebe zu quetschen, was sofort Pilzerkrankungen nach sich zieht. An dieser Stelle sei auch gleich erwähnt, dass es beim Schneiden der Rosen besser ist, einen geraden als einen schrägen Schnitt anzubringen. Je kleiner die Schnittfläche ist, desto eher bildet sich hier der natürliche Wundverschluss. Der Schnitt sollte bei allen Rosen 10 bis 15 mm oberhalb des Auges liegen. Bei tieferen Schnitten läuft man Gefahr, dass der Trieb später ausbricht.

Edelrosen, Beetrosen, Polyantharosen, Floribundarosen

Für diese Rosenarten gelten weitgehend einheitliche Schnittmaßnahmen. Diese Pflanzen vertragen einen recht starken Rückschnitt, wobei die Vorjahrstriebe bis auf drei Augen zurückgenommen werden. Ein schwächerer Rückschnitt ist wenig sinnvoll, weil die Rose dann immer bestrebt ist, aus fast allen Augen auszutreiben. Das führt dann zu einer großen Menge schwach wachsender Triebe mit kleineren Blüten, die wenig gemeinsam mit der ursprünglichen Sorte haben. Beim Schneiden sollte man unbedingt das sogenannte Totholz und alte Triebe ohne Augen gleich mitentfernen.

Zwergrosen

Die kleinste unter den vielen Wuchsformen verträgt auch einen recht starken Rückschnitt im Frühjahr. Ein Schnitt nach Augen ist hier allerdings sehr mühsam, weil die Pflanzen so zierlich sind. Man macht daher nicht viel falsch, wenn man die Triebe der Zwergrosen bis auf eine Höhe von etwa 10 cm herunternimmt. Wurde diese Rosenart als Vorpflanzung zu anderen Rosenarten in einer Beetanlage verwendet, empfiehlt sich ein stufiger Rückschnitt.

Hochstammrosen

Diese Stämmchen sind mit Rosenarten veredelt, wie sie zuvor gerade beschrieben wurden. Die Schnittmaßnahmen sind daher auch auf diese Weise auszuführen. Für den Erhalt und den Aufbau einer schönen, gleichmäßigen Krone sollte man darauf achten, dass das letzte Auge nach dem Schnitt nach außen weist.

Trauerstammrosen

Erst wenn die Triebe wie eine Kaskade herunterhängen und blühen, erkennt man die Pracht dieser herrlichen Rose. Aus diesem Grund schneidet man hier lediglich die Triebspitzen zurück und entfernt abgestorbene Pflanzenpartien. Ein Regulierungsschnitt, den man alle paar Jahre einmal durchführen sollte, begünstigt die Wuchsform dieser Rosen.

Strauchrosen

Strauchrosen erfordern einen schwächeren Rückschnitt, bei dem mehrere Augen an den Trieben verbleiben. Beim Schneiden sollte man Wert auf die Formgebung der Pflanze legen. Günstig wirkt sich zum Beispiel ein leicht pyramidaler Aufbau der Pflanze aus. Hierbei werden die äußeren Triebe stärker als die Mitte zurückgeschnitten. Bei älteren Pflanzen sollten Triebe, die älter als fünf bis sechs Jahre sind, direkt über dem Boden entfernt werden. Die Pflanze regeneriert sich dadurch sehr schön und bekommt einen gleichmäßigen Aufbau.

Bodendeckerrosen

Kaum eine Rose ist leichter zu pflegen als die Bodendeckerrose. Zwar unterscheidet man bei dieser Rose mehrere verschiedene Wuchsformen, allerdings macht man bei notwendigen Schnittmaßnahmen keinerlei Unterschiede. Ohne Rücksicht auf die Lage der Augen kann man Bodendeckerrosen auf eine einheitliche Höhe mithilfe einer Heckenschere zurückschneiden. Die Pflanzen treiben danach bereitwillig aus und blühen reichlich.

Kletterrosen

Der Frühjahrsschnitt bei Kletterrosen beschränkt sich in der Regel auf die Triebspitzen, die durch Kälteeinwirkung im Winter beschädigt wurden. Bei sehr alten Pflanzen ist es manchmal gut, sehr alte Haupttriebe zu entfernen. Das ist meistens nicht ganz einfach, weil die Kletterrose aus einem Geflecht von unterschiedlich starken und langen Trieben besteht. Um der Pflanze möglichst wenig zu schaden, schneidet man die Astpartien portionsweise heraus.

Sind diese ganz alten Pflanzenteile erst einmal entfernt, treibt die Kletterrose bereitwillig wieder neu von unten aus und regeneriert sich auf diese Weise von allein. So beugt man der sogenannten Vergreisung sehr gut vor.

Kaffee im Garten sinnvoll verwenden

Phosphor, Kalium, weitere mineralische Stoffe….alles ist im Kaffeesatz enthalten.

  1. entsorgen Sie Kaffeesatz auf Ihrem Komposthaufen – durch ihn werden nicht nur wertvolle mineralische Stoffe zugeführt, sondern er verleiht dem Kompost auch noch Geschmeidigkeit
  2. Kaffeesatz hilft bei der Aussaat die Samen besser zu verteilen
  3. zugleich wirkt er keimfördernd und sollte beim Aussäen oder Umtopfen in die Erde eingearbeitet werden
  4. auch später kann Kaffeesatz zur Förderung des Wachstums und der Blühfähigkeit der Pflanze beispielsweise bei Zimmerpflanzen regelmäßig in den Topf mit einer Gabel eingearbeitet werden, am besten gleich danach die Pflanze gießen, so daß die Nährstoffe direkt zu den Wurzeln gelangen und schnell aufgenommen werden können
  5. und natürlich als Getränk in einer lauschigen Ecke mit Freunden und Familie genießen ;-)

Garten mit Sukkulenten

Es gibt unzählige Möglichkeiten, dickfleischige Pflanzen im Garten zu halten. Da alle Sonnenkinder sind, sollte der vorgesehene Platz hell sein und täglich mindestens drei bis vier Stunden Licht erhalten.

Sukkulenten lassen sich gut in Steingärten pflanzen. Am schönsten wirken sie auf einer modellierten Fläche, wo Hügel und Täler miteinander abwechseln. Sie können die Natur als Vorbild nehmen und Steine in jeder Form verwenden. Als wichtigste Voraussetzung gilt, dass Niederschläge rasch versickern und keine Staunässe entstehen kann. Des Weiteren bieten sich Böschungen und Trockenmauern an. Dabei werden geeignete Steine ohne Mörtel aufgesetzt und die Pflanzen gleich beim Aufbau in die Fugen eingebracht. Bei Sempervivum und vielen anderen Steingartenstauden wachsen Pflanzen mit Topfballen besser an, vor allem, wenn Sie das Substrat mit in die Mauer eingearbeitet haben. Niedere Fetthennen (Sedum) wachsen hier auch ohne Ballen an. Früher wurden Dächer traditionell mit Sukkulenten bepflanzt. Das gelingt auch heute, wenn das Dach nicht zu steil ist. Bei meinen langjährigen Versuchen hat sich herausgestellt, dass sich niedere Sedum-Arten und die Jovibarba-Arten mit abrollenden Rosetten auf dem extensiven Flachdach besser ausbreiten als viele Sempervivum-Formen. Fetthennen sind also am anspruchslosesten und für ganz extreme Standorte geeignet. Auch zur Gefäßbepflanzung sind Sukkulenten bestens geeignet. Neben Töpfen aus Ton und Kunststoff bieten sich Schalen und auch Balkonkästen zur Bepflanzung an. Besonders schön und dauerhaft sind Tröge aus Naturstein oder bepflanzte Tuffsteine. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser immer ablaufen kann. Sukkulentensammler und Züchter präsentieren die Pflanzen gern auf Tischen. Dadurch haben sie Ihre Lieblinge auf Augenhöhe und das lästige Bücken entfällt. Auf diesen Tischen können die Pflanzen entweder in Töpfen dicht an dicht stehen. Oder aber Sie bringen auf den gesamten Tisch Substrat auf und pflanzen die Sukkulenten dort ein. Auf diese Weise lassen sich regelrechte Miniaturlandschaften gestalten. Hier kann man der Fantasie freien Lauf lassen. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Tische aus witterungsbeständigen Materialien bestehen und stabil sind. Eine Holzkkonstruktion hält nur wenige Jahre. Auch wenn das Wasser zügig ablaufen kann, bilden sich immer wieder dauerfeuchte Stellen, wo holzzerstörende Pilze leichtes Spiel haben. Erfahrungsgemäß müssen die Holztische alle sechs bis acht Jahre erneuert werden. Konstruktionen aus Beton, Metall und Kunststoff halten länger, sind aber wesentlich teurer. Aufgrund der langen Haltbarkeit kann sich eine solche Anschaffung aber auf die Dauer lohnen.

Start in die Rasensaison

Richtiges düngen kräftigt den Rasen
Prinzipiell sollte der Rasen möglichst frühzeitig im Frühjahr gedüngt werden; denn die Wurzelaktivität startet vor dem oberirdischen Ergrünen. Soll der Rasen auch mechanisch mit dem Vertikutierer bearbeitet werden, so sollte das frühestens zwei Wochen nach der Düngung erfolgen.  Die Gräser nehmen die Nährstoffe direkt auf und sind somit gut gerüstet, Seitentriebe zu bilden, so dass die „Schäden“ nach dem Vertikutieren  rasch verheilen. Je früher eine Startdüngung im Frühjahr ausgebracht werden kann (abhängig vom Witterungsverlauf), desto zeitiger kann mit dem Vertikutieren begonnen werden.
Narbendichte lässt sich somit durch Vertikutieren fördern!

Richtiges vertikutieren fördert die Narbendichte
Oft wird zu früh, zu tief und zu intensiv mit den rotierenden Messerwerkzeugen des Vertikutierers gearbeitet. Der Eingriff der vertikal schneidenden Messer in eine Rasennarbe klingt drastisch und lässt starke Verletzungen an den Gräsern vermuten. Tatsächlich kommt es bei falsch genutzten  Geräten und Werkzeugen zu eindeutigen Schädigungen an der Rasennarbe, die sich bei kühlen Temperaturen erst langsam auswachsen können.

Aus dieser Tatsache lässt sich jedoch nicht ableiten, dass fachgerechtes Vertikutieren von Rasenflächen grundsätzlich überflüssig sei.

Die Narbendichte spielt eine herausragende Rolle bei der Bewertung und Beurteilung der Rasenqualität. Narbendichte eines Rasens entsteht durch die Anzahl der Triebe/m², wobei die Einzelpflanzen neben dem Haupttrieb zahlreiche Seitentriebe bilden (bis zu 12 pro Pflanze), diesen Vorgang nennt man Bestockung.
Mit dem sachgerechten Vertikutieren wird nicht nur abgestorbenes Pflanzenmaterial entfernt sondern darüber hinaus werden die Gräser zur Bestockung angeregt. Die Pflanzen werden durch das vertikale Anritzen zur Bildung von neuen Seitentrieben stimuliert. So entsteht bei guter Nährstoffversorgung nach dem Vertikutieren ein dichter, kompakter Rasen. Diese Maßnahme ist besonders erfolgreich bei entsprechenden Wachstumsbedingungen mit der nötigen Temperatur (z.B. im April/Mai)  und bei ausreichender Nährstoffversorgung!
Vertikutiermesser arbeiten in der Rasennarbe aber nicht im Boden!

Bei einem aktiven Rasenboden gelingt es den Mikroorganismen oft, die organische Substanz des Rasenfilzes zu verarbeiten (mineralisieren), dann kann sogar auf das Vertikutieren im Frühjahr verzichtet werden. Unter derartigen Bedingungen reicht es, den Rasen mit einem Fächerbesen von braunen (abgestorbenen) Pflanzenresten zu befreien.

Hat sich jedoch ein deutlicher Horizont (> 10 mm) als Rasenfilz entwickelt, dann sorgt das Vertikutieren für eine mechanische Verringerung dieser Schicht, bei gleichzeitiger Förderung des Sauerstoffgehaltes in der Rasennarbe zur Unterstützung der Mikroorganismen.