„Grün“ als Maßeinheit für Lebensqualität

Der Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL), August Förster, zog für das Wirtschaftsjahr 2012 eine sehr positive Bilanz. Er stellte heraus, das „Grün inzwischen zur Maßeinheit für Lebensqualität“ geworden sei. Für eine zunehmende Anzahl von Menschen sei das Leben erst mit eigenem Garten oder einer attraktiven begrünten Umgebung zum Wohnen und Arbeiten eine abgerundete Sache.

Das zunehmende „Grünbewusstsein“ fördert die Nachfrage nach Dienstleistungen rund ums Bauen mit Grün. Seit 2005 steigert die GaLaBau-Branche Ihren jährlichen Gesamtumsatz von seinerzeit 4,24 Milliarden Euro auf nunmehr 6,09 Milliarden in 2012. Dies entspricht einer Umsatzmehrung von 500 Millionen (9,0 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.

Urban Gardening in Hamburg-Altona: Das Projekt KEBAP

Das Projekt KEBAP

Am 22.09.2012 haben wir die Projektgruppe KEBAP besucht. Anlass war die öffentliche Filmvorführung „Die Energierebellen“. Continue reading “Urban Gardening in Hamburg-Altona: Das Projekt KEBAP” »

Urban Gardening am Hamburger Sievekingplatz

Urban Gardening am Hamburger Sievekingplatz

Eine weitere Urban Gardening Aktion findet sich in Hamburg vor dem Oberlandesgericht. Vor dem Mahnmal für die Opfer faschistischer Gewalt werden auf Eisenstelen unterschiedlichste Pflanzen ausgestellt.

 

Hintergrund des Kunstwerks

Die Pflanzen sind dabei Element eines Werkes der Künstlerin Gloria Friedmann aus dem Jahr 1997. Im Auftrag der Hamburger Justiz wurde die Künstlerin mit der Aufgabe betraut, eine Denkstätte für die Opfer faschistischer Gewalt zu schaffen. Die Hamburger Justiz hatte sich in der Zeit von 1933-1945 als Handlanger des faschistischen Regimes instrumentalisieren lassen.

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Igelhotel im Hamburger Suttnerpark

Update: Igelhotel im Hamburger Suttnerpark

In unser Kategorie „Urban Gardening“ haben wir in den letzten Wochen über verschiedene Projekte des Stadtgärtnerns berichtet.  Das Hamburger Projekt im Suttnerpark fiel uns dadurch bereits durch besondere Kreativität auf. Nun hat das Kollektiv einen weiteren Meilenstein gesetzt. Continue reading “Igelhotel im Hamburger Suttnerpark” »

Urban Gardening – Blumen und Gemüse?

Urban Gardening – Blumen, Gemüse – wo fängt es an, wo hört es auf?

In den letzten Wochen haben wir vermehrt über Urban Gardening Projekte in Hamburg berichtet. Hierbei sind wir z.B. beim Gartendeck St. Pauli auf eine Kooperative gestoßen, die das Potenzial einer richtigen Produktionsgärtnerei aufweist. Dort werden Kohlrabi, Kartoffeln, Gurken, Zucchini etc. richtig ergebnisorientiert angebaut. Der Gedanke, regionalisierte Nahrungsmittelversorgung „in der Stadt“ zu betreiben, scheint hier wirklich verfolgt zu werden. Bei anderen Projekten, z.B. im Hamburger Gängeviertel, scheint man sich eher dem Trend des Stadtgätnerns anzuschließen. Jedoch scheint dies hier auf den Anbau von einigen Geranien und Tulpen begrenzt zu sein.

Mikro-Urban-Gardening

In letzter Zeit stießen wir dann, z. B. auf dem Arbeitsweg, auf Kleinstprojekte. In der Hamburger Neustadt beispielsweise, Rehhoffstraße / Ecke Herrengraben, wird auf minimalstem Raum gegärtnert. Auf der „Fläche“ einer Verkehrsberuhigungskonstruktion sind an einem Holzkonstrukt Balkonkästen angebracht. Dort sind hauptsächlich Blumen wie Fuchsien und Geranien vorzufinden, aber auch Kresse wird hier gezüchtet.  Auf der gegenüberliegenden Rabatte im öffentlichen Raum wird ebenfalls sichtbar gegärtnert, allerdings ist der Platz hier vermutlich zu verschattet, um Blumen o.ä. zu ziehen. Urban Gardening – schwierig zu definieren!

Guerilla-Gardening

Beim brandaktuellen Thema Guerilla-Gardening, dass definitiv dem Themenkreis Urban-Gardening hinzuzurechnen ist, handelt es sich nach unserer Recherche eher um wildes Gärtnern, z. B. mit Seed-Bombs. Inwieweit man hier von zielgerichtetem Gärtnern ausgehen kann, ist fraglich, in jedem Fall handelt es sich aber um einen alternativen Ansatz zur Stadtbegrünung. Inwieweit sich Guerilla-Gardening vom Mikro-Urban-Gardening unterscheidet, konnten wir noch nicht genauer diskutieren. Jedoch handelt es sich unserer Meinung nach um ein interessantes Thema. Wir halten Euch auf dem Laufenden und sind für kreative Anregungen jederzeit dankbar!

Urban Gardening im Hamburger Gängeviertel

Das Gängeviertel

Mitten in der Hamburger Neustadt befindet sich das sogenannte „Gängeviertel“. Hierbei handelt es sich um Gebäudebestand aus dem 19.Jahrhundert und somit die älteste Wohnbausubstanz der Innenstadt. Der Bereich lässt sich zwischen Valentinskamp, Bäckerbreitergang, Speckstraße und Caffamacherreihe verorten.

Das Gängeviertel heute

Nachdem der Hamburger Senat, einem unseligen Zeitgeschmack folgend, die Grundstücke 2007/2008 an einen niederländischen Investor verkauft hatte, der Gewerbebebauung geplant hatte, wurde das Gelände ab Ende 2009 von der Gängeviertel-Initiative besetzt. Die Initiative verfolgt das Ziel, die Gebäude als Wohn- und Wirkungsstätte für Kreative und als innenstadtnahen Lebensraum zu erhalten.

Urbanes Gärtnern

In einem Durchgang zwischen Valentinskamp und Speckstraße wird in einem Hochbeet und Pflanzkübeln gegärtnert.  Es handelt sich hauptsächlich um Blumen wie Tagetes, Begonien und Stiefmütterchen.

Im Bereich an der Speckstraße wird rund um einen Bestand junger Birken ein Spielplatz angelegt. Der Bereich ist eingemulcht und bietet Platz für eine weitere Expansion.

Zudem findet sich ein weiterer Bereich mit Hochbeeten, der einen eher ungepflegten Eindruck macht. Wirklich zielgerichtetes gärtnern ist nicht zu erkennen. Dies soll nicht als Kritik verstanden werden, vielmehr passt die Begrünung sich dem Gesamtbild kreativer Unkonventionalität an.

Wir wünsche: Alles Gute!

Grundlagen des Erdbeer-Anbaus


Erdbeeren!

Zur Geschichte der Erdbeere

Die Garten-Erdbeeren unserer Tage sind um 1750 aus Kreuzungen der nordamerikanischen Scharlach-Erdbeere mit der sog. Chile-Erdbeere entstanden. Nach einer raschen Verbreitung über ganz Europa entstand die Bezeichnung „Ananas-Erdbeere“ (Fragaria Ananassa). Sie wurde die Urmutter unserer heutigen Garten-Erdbeeren.

Aus botanischer Sicht gehört die Erdbeere (Fragaria), wie auch Apfel, Quitte oder Kirsche , zur Familie der Rosengewächse. Die gesamte Pflanzenfamilie zeichnet sich durch ihre vergleichsweise einfach strukturierten Blüten mit fünf Blütenblättern aus.

Trotz Ähnlichkeit der Blüten unterscheiden sich die Rosengewächse durch Unterschiedlichkeit in der Frucht: Die Erdbeere, als sog. Sammelnussfrucht, trägt ihre Samen als kleine Nüsschen auf der dünnen Schale des Fruchtkörpers.

Standortwahl für Erdbeerpflanzen

Der Standort sollte vollsonnig und windgeschützt, aber nicht windstill sein, um eine Abtrocknung des Blattwerks nach Regenfällen zu bieten. Der Boden sollte locker und humusreich sein.

Auf schweren, staunassen Böden bekommen Erdbeeren leicht Wurzelkrankheiten. Deshalb sollte man die Böden entweder durch entsprechende Bodenbearbeitung oder mithilfe einer Gründüngung lockern, oder die Erdbeeren auf schmalen, rund 20 Zentimeter hohen Dämmen aus lockerem Sand-Humus-Gemisch anbauen.

Den größten Ertrag liefern Erdbeeren im zweiten und dritten Jahr nach der Pflanzung. Danach sollten Sie das Beet wechseln und neue Jungpflanzen oder eigene Ableger setzen.

Bodenvorbereitung beim Erdbeer-Anbau

Die richtige Bodenvorbereitung ist die Grundlage für eine gute Ernte: Graben Sie den Boden mit einer Grabegabel tief um und arbeiten Sie anschließend mit einem Grubber pro Quadratmeter vier bis fünf Liter reifen Kompost und etwas Hornmehl flach ein. Gute Vorkulturen für das Erdbeerbeet sind Gemüsearten aus der Familie der Schmetterlingsblütler wie Erbsen und Bohnen oder eine entsprechende Gründüngung, zum Beispiel Lupinen oder Inkarnatklee.

Achten Sie darauf, dass am vorgesehenen Standort mindestens vier Jahre lang keine Erdbeeren gestanden haben, um Bodenschädlingen wie beispielsweise Nematoden vorzubeugen.

Gartentipps im Juni: Rosen

Rosen: Verwelkte Blüten abschneiden

Wenn bei öfterblühenden Beet-, Strauch- und Kletterrosen die ersten Blüten verwelkt sind, sollten Sie diese umgehend abschneiden. Blütenbüschel schneiden Sie direkt oberhalb des obersten Blatts ab, bei einzeln stehenden Blüten entfernen Sie die beiden obersten Blätter mit. Mit dem Rückschnitt stimulieren Sie die Pflanze, neue Blütenknospen zu bilden.

Floriade 2012

Vom 5. April bis 7. Oktober findet in Venlo (Niederlande) die Floriade 2012 statt – die Welt-Garten-Expo. Die Floriade 2012 bietet ein intensives Erlebnis, bei dem Sie und die Natur die Hauptrolle spielen. Erfahren Sie auf Ihrem Weg entlang der wunderschönen Gärten und Pavillons mit allen Sinnen, welchen Einfluss der Gartenbau auf unsere Lebensqualität ausübt. Lauschen Sie wunderbarer Musik und gönnen Sie sich zwischendurch einen Moment der Ruhe.

www.floriade.de