Gartentipps im Februar

Staudenrückschnitt

Da bereits ab März die neue Triebphase einsetzt, empfehlen wir den Rückschnitt von Stauden (Akelei, Mädchenauge, Fetthenne, etc.) bereits im Februar vorzunehmen. Insbesondere sollte hier auf die Entfernung abgestorbener oberirdischer Pflanzenteile geachtet werden, da diese den Austrieb neuer Knospen am ehesten behindern. Selbes gilt für Gräser.

Winterschnitt für den Blauregen

Aufgrund seines starken Wachstums muss der Blauregen zweimal jährlich geschnitten werden. Ein erstes Mal sollte man die Pflanze ca. einen Monat nach der Blütephase schneiden, ein weiteres Mal jetzt, Ende Februar. Das geht so: Alle Seitentriebe des Vorjahres sollten so stark zurück geschnitten werden, dass nur die Blütenknospen mit der jeweiligen Triebbasis stehen bleibt. Die Blütenknospen sind beim Blauregen wesentlich größer als die Blattknospen und daher leicht von diesen zu unterscheiden.

Urban Gardening im Hamburger Suttnerpark

Insekten- und Igelhotel in Hamburg, Suttnerpark

„Gründen“ Sie ein Insektenhotel!

Hierbei wäre zu beachten:

Die eigentliche Behausung sollte sich ca. 1 Meter über dem Boden befinden. Es sollte ein Standort gewählt werden, der neben ausreichend Sonne zusätzlich Schutz vor Wind und Regen bietet. Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, ein solches Hotel anzulegen, sollten Sie jetzt damit beginnen. Zahlreiche Insektenarten werden bereits jetzt aktiv.

 

Beratung zum Thema Baumschutz und Baumfällung

Schleswig-Holstein ist das waldärmste Bundesland. Aus diesem Grund werden Bäume durch verschiedene gesetzliche Auflagen geschützt. Continue reading “Beratung zum Thema Baumschutz und Baumfällung” »

Vorsicht, Blattläuse!

Ausgerechnet jetzt, wenn die Überwinterungspflanzen sich vom Stress der Winterruhe allmählich erholen und viele andere Pflanzen frische Austriebe und Blütenansätze bilden, kommen sie und ernähren sich an unseren Pflanzenlieblingen: die Blattläuse. Wird nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen, kann es zu schwerwiegenden Schädigungen kommen. Blattläuse verfügen über einen Saugrüssel, mit dem sie Pflanzenteile anstechen und der Pflanze kohlenhydratreiche Pflanzensäfte entziehen. Die besten „Nahrungsquellen“ sind natürlich junge Triebe und Blütenknospen, weil hier der Saftstrom der Pflanze am intensivsten ist. Durch den Einstich der Blattläuse kommt es an diesen Stellen zu kleinen Nekrosen, was später zum Beispiel zu einer verkrüppelten Blattoberfläche oder zu Knospenfall führt. Hinzu kommt etwas, was anfänglich nicht gleich sichtbar wird: Die meisten Blattlausarten übertragen Viruserkrankungen auf die Wirtspflanze, die zu Deformierungen und unerklärlichen Blattflecken führen.

WAS SIND BLATTLÄUSE?

Blattläuse zählen zu den Insekten und werden unter der zoologischen Bezeichnung Aphidoidea eingeordnet. Weltweit sind etwa 3000 Arten bekannt. In unseren Breiten leben davon immerhin um 850 verschiedene Arten. Die kleinen Insekten gelten allgemein als Schädlinge. Sie sind meist wenige Millimeter groß, nur ganz wenige Arten erreichen eine Körperlänge von 5 bis 7 mm. Eine weitere Besonderheit bei diesen Insekten liegt darin, dass sie sowohl geflügelt als auch ungeflügelt auftreten. Die Tiere ohne Flügel dienen in erster Linie der typischen Massenvermehrung. Die geflügelten Tiere einer Art sorgen für eine ausgedehnte Verbreitung des Schädlings (Wirtswechsel).

WOHER KOMMT DER KLEBRIGE BELAG?

Alle Blattlausarten stechen Pflanzenteile an und nehmen über den Saugrüssel Pflanzensäfte auf. Blattläuse sind nicht in der Lage, alle Inhaltsstoffe der Pflanzensäfte aufzunehmen und ernähren sich daher fast ausschließlich von den Aminosäuren. Zuckerhaltige Lösungen können sie nicht aufnehmen und scheiden diese gleich wieder aus.

Sozusagen als Begleiterscheinung bildet sich immer da, wo Blattläuse auftreten, ein klebriger Belag auf den Pflanzen. Dieser lockt anderen Insekten wie Ameisen an. Aber auch Pilze lagern sich rasch auf den zuckrigen Lösungen ab und überziehen die Blätter der Pflanze bald mit einem hässlichen schwarzen Belag (Schwärze oder Rußtaupilz).

WIE VERMEHREN SICH BLATTLÄUSE?

Die Mehrzahl der Blattläuse vermehrt sich über mehrere Generationen durch die sogenannte Jungfernzeugung (= Parthenogenese oder eingeschlechtliche Fortpflanzung). Bei solch einer Vermehrungsrate bildet sich rasch, saisonal und witterungsabhängig, eine neue Generation mit einer sehr großen Population, die sich dann auch geschlechtlich durch Eiablage weitervermehrt. Hierbei schlüpfen über die Eier geflügelte und ungeflügelte Blattläuse. Trockene warme Luft fördert den Entwicklungszyklus aller Blattlausarten.

WAS TUN GEGEN BLATTLÄUSE?

Gegen Blattläuse sind zahlreiche alte Hausmittel, wie verdünnte Spirituslösungen oder Seifenlauge, bekannt. Oft hilft auch ein einfaches Abbrausen der Pflanze. Im Fachhandel gibt es darüber hinaus einige gute und wirksame biologische Pflanzenschutzmittel. Ob man sich diese als Konzentrat oder gleich in einer anwendungsfertigen Lösung besorgt, bleibt jedem selbst überlassen. Treten Blattläuse an Pflanzen auf, die in einem Topf stehen, dessen Durchmesser 14 cm nicht überschreitet, kann man hier auch Pflanzenschutzstäbchen einsetzen. Teilweise haben diese Stäbchen oder Kegel eine Doppelwirkung durch einen miteingebrachten Dünger.

Gräser pflanzen und teilen

Viele Gräser-Arten wie Lampenputzergras, Blauschwingel, Bärenfellgras und Blaustrahlhafer wachsen schnell und werden bald zu groß. Doch damit die Gräser ihre volle Schönheit entfalten können, ist ausreichend Platz wichtig. Deshalb sollten Sie die zu groß gewordenen Gräser-Horste ausgraben und mit dem Spaten in Stücke teilen – jetzt im Frühjahr ist die ideale Zeit dafür. Die kleinen Büschel werden anschließend neu gepflanzt. Selbstverständlich tut auch alten, verkahlten und verfilzten Gräser-Horsten eine Teilung gut.