Urban Gardening: Projekt Venusgarten in Hamburg

Ein Hamburger Urban-Gardening-Projekt geht in seine zweite Saison. Der Venusgarten in der Hamburger Neustadt, gelegen zwischen Venusberg und Eichholz, wurde aus dem Winterschlaf erweckt.

Urban Gardening Hamburg

Ansicht des Gartenprojekts am Hamburger Venusberg

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Urban Gardening im Hamburger Gängeviertel

Das Gängeviertel

Mitten in der Hamburger Neustadt befindet sich das sogenannte „Gängeviertel“. Hierbei handelt es sich um Gebäudebestand aus dem 19.Jahrhundert und somit die älteste Wohnbausubstanz der Innenstadt. Der Bereich lässt sich zwischen Valentinskamp, Bäckerbreitergang, Speckstraße und Caffamacherreihe verorten.

Das Gängeviertel heute

Nachdem der Hamburger Senat, einem unseligen Zeitgeschmack folgend, die Grundstücke 2007/2008 an einen niederländischen Investor verkauft hatte, der Gewerbebebauung geplant hatte, wurde das Gelände ab Ende 2009 von der Gängeviertel-Initiative besetzt. Die Initiative verfolgt das Ziel, die Gebäude als Wohn- und Wirkungsstätte für Kreative und als innenstadtnahen Lebensraum zu erhalten.

Urbanes Gärtnern

In einem Durchgang zwischen Valentinskamp und Speckstraße wird in einem Hochbeet und Pflanzkübeln gegärtnert.  Es handelt sich hauptsächlich um Blumen wie Tagetes, Begonien und Stiefmütterchen.

Im Bereich an der Speckstraße wird rund um einen Bestand junger Birken ein Spielplatz angelegt. Der Bereich ist eingemulcht und bietet Platz für eine weitere Expansion.

Zudem findet sich ein weiterer Bereich mit Hochbeeten, der einen eher ungepflegten Eindruck macht. Wirklich zielgerichtetes gärtnern ist nicht zu erkennen. Dies soll nicht als Kritik verstanden werden, vielmehr passt die Begrünung sich dem Gesamtbild kreativer Unkonventionalität an.

Wir wünsche: Alles Gute!

Urban Gardening im Hamburger Karoviertel

Ein weiteres Urban Gardening Projekt haben wir im Hamburger Karoviertel gefunden. Zwischen Heiligengeistfeld und Fleischgroßmarkt, in einem sehr urbanen Teil der Freien und Hansestadt Hamburg hat sich ein Gartenkollektiv etabliert.

In ausrangierten Holzkisten und überwiegend selbst konstruierten Hochbeeten züchten die Mitglieder des Kollektivs sowohl Kräuter als auch Blumen und Gemüse.

Zu den angebauten Kräuterarten zählen Petersilie, Thymian und Oregano. Die Tauglichkeit des Oreganos zur Aufzucht in Hamburger Breitengraden gilt es zu beweisen. Die angezüchtete Petersilie war zum Zeitpunkt unseres Besuchs gut im Saft.

Auf dem obigen Bild ist der Anbau von Kohlrabi und Salat in einem selbst konstruierten Hochbeet zu erkennen. Im Gespräch mit den aktiven Gärtnern erfuhren wir, dass die Versorgung mit Wasser nicht unproblematisch ist. Aufgrund des nur geduldeten Zustands in einer öffentlichen Grünfläche ist kein eigener Wasseranschluss vorhanden. Das Wasser wird von den Mitgliedern des Kollektivs mitgebracht und in einem Vorratsbehälter gespeichert. Es kommt auch zu Spenden von umliegenden Gastronomiebetrieben und Einzelhändlern.

Ziel des Kollektivs ist es, neben der nachhaltigen, lokalen Produktion von Lebensmitteln zum Zweck der Selbstversorgung, neue Wege urbanen Lebens aufzuzeigen. Im Gespräch mit den Gärtnern hoben diese die kooperative Grundhaltung der Stadt Hamburg, bzw. des zuständigen Bezirksamts, im Hinblick auf die lediglich geduldete Situation in einer öffentlichen Grünfläche hervor.

Beispielgebend scheint das reibungslose Zusammenwirken der Hobbygärtner untereinander zu sein. Verglichen mit der überregulierten „Vereinsmeierei“ etablierter Kleingartenvereine scheint das Miteinander hier geradezu harmonisch zu sein.