Beratung zum Thema Baumschutz und Baumfällung

Schleswig-Holstein ist das waldärmste Bundesland. Aus diesem Grund werden Bäume durch verschiedene gesetzliche Auflagen geschützt. Continue reading “Beratung zum Thema Baumschutz und Baumfällung” »

Igelhotel im Hamburger Suttnerpark

Update: Igelhotel im Hamburger Suttnerpark

In unser Kategorie „Urban Gardening“ haben wir in den letzten Wochen über verschiedene Projekte des Stadtgärtnerns berichtet.  Das Hamburger Projekt im Suttnerpark fiel uns dadurch bereits durch besondere Kreativität auf. Nun hat das Kollektiv einen weiteren Meilenstein gesetzt. Continue reading “Igelhotel im Hamburger Suttnerpark” »

Vorsicht, Blattläuse!

Ausgerechnet jetzt, wenn die Überwinterungspflanzen sich vom Stress der Winterruhe allmählich erholen und viele andere Pflanzen frische Austriebe und Blütenansätze bilden, kommen sie und ernähren sich an unseren Pflanzenlieblingen: die Blattläuse. Wird nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen, kann es zu schwerwiegenden Schädigungen kommen. Blattläuse verfügen über einen Saugrüssel, mit dem sie Pflanzenteile anstechen und der Pflanze kohlenhydratreiche Pflanzensäfte entziehen. Die besten „Nahrungsquellen“ sind natürlich junge Triebe und Blütenknospen, weil hier der Saftstrom der Pflanze am intensivsten ist. Durch den Einstich der Blattläuse kommt es an diesen Stellen zu kleinen Nekrosen, was später zum Beispiel zu einer verkrüppelten Blattoberfläche oder zu Knospenfall führt. Hinzu kommt etwas, was anfänglich nicht gleich sichtbar wird: Die meisten Blattlausarten übertragen Viruserkrankungen auf die Wirtspflanze, die zu Deformierungen und unerklärlichen Blattflecken führen.

WAS SIND BLATTLÄUSE?

Blattläuse zählen zu den Insekten und werden unter der zoologischen Bezeichnung Aphidoidea eingeordnet. Weltweit sind etwa 3000 Arten bekannt. In unseren Breiten leben davon immerhin um 850 verschiedene Arten. Die kleinen Insekten gelten allgemein als Schädlinge. Sie sind meist wenige Millimeter groß, nur ganz wenige Arten erreichen eine Körperlänge von 5 bis 7 mm. Eine weitere Besonderheit bei diesen Insekten liegt darin, dass sie sowohl geflügelt als auch ungeflügelt auftreten. Die Tiere ohne Flügel dienen in erster Linie der typischen Massenvermehrung. Die geflügelten Tiere einer Art sorgen für eine ausgedehnte Verbreitung des Schädlings (Wirtswechsel).

WOHER KOMMT DER KLEBRIGE BELAG?

Alle Blattlausarten stechen Pflanzenteile an und nehmen über den Saugrüssel Pflanzensäfte auf. Blattläuse sind nicht in der Lage, alle Inhaltsstoffe der Pflanzensäfte aufzunehmen und ernähren sich daher fast ausschließlich von den Aminosäuren. Zuckerhaltige Lösungen können sie nicht aufnehmen und scheiden diese gleich wieder aus.

Sozusagen als Begleiterscheinung bildet sich immer da, wo Blattläuse auftreten, ein klebriger Belag auf den Pflanzen. Dieser lockt anderen Insekten wie Ameisen an. Aber auch Pilze lagern sich rasch auf den zuckrigen Lösungen ab und überziehen die Blätter der Pflanze bald mit einem hässlichen schwarzen Belag (Schwärze oder Rußtaupilz).

WIE VERMEHREN SICH BLATTLÄUSE?

Die Mehrzahl der Blattläuse vermehrt sich über mehrere Generationen durch die sogenannte Jungfernzeugung (= Parthenogenese oder eingeschlechtliche Fortpflanzung). Bei solch einer Vermehrungsrate bildet sich rasch, saisonal und witterungsabhängig, eine neue Generation mit einer sehr großen Population, die sich dann auch geschlechtlich durch Eiablage weitervermehrt. Hierbei schlüpfen über die Eier geflügelte und ungeflügelte Blattläuse. Trockene warme Luft fördert den Entwicklungszyklus aller Blattlausarten.

WAS TUN GEGEN BLATTLÄUSE?

Gegen Blattläuse sind zahlreiche alte Hausmittel, wie verdünnte Spirituslösungen oder Seifenlauge, bekannt. Oft hilft auch ein einfaches Abbrausen der Pflanze. Im Fachhandel gibt es darüber hinaus einige gute und wirksame biologische Pflanzenschutzmittel. Ob man sich diese als Konzentrat oder gleich in einer anwendungsfertigen Lösung besorgt, bleibt jedem selbst überlassen. Treten Blattläuse an Pflanzen auf, die in einem Topf stehen, dessen Durchmesser 14 cm nicht überschreitet, kann man hier auch Pflanzenschutzstäbchen einsetzen. Teilweise haben diese Stäbchen oder Kegel eine Doppelwirkung durch einen miteingebrachten Dünger.

Frühjahrsschnitt der Rosen

Der richtige Schnittzeitpunkt für Rosen hängt stark von der Witterung ab. Zu früh geschnittene Rosen treiben sehr rasch aus und bilden rötliche, zarte, noch sehr weiche Austriebe. Nachtfröste, die unregelmäßig auftreten, zerstören diese Triebe, was dann zu einer langfristig gesehenen Verzögerung der ersten Blüte führt und ein Nachschneiden erforderlich macht. Im ungünstigsten Fall, wenn die Rosen sehr stark zurückgeschnitten wurden, kann dies sogar zum Absterben der ganzen Pflanze führen.

Eine sehr gute alte Gärtnerregel sagt, Rosen schneidet am besten, wenn die Forsythien gerade anfangen zu blühen. Diese Weisheit hat sich, regional zwar sehr unterschiedlich, hervorragend bewährt.
So unterschiedlich die Wuchseigenschaften der einzelnen Rosenarten sind, so verschieden sind auch die Schnittmaßnahmen für diese Pflanzen. Gutes, scharfes Werkzeug wie spezielle Rosenscheren sind empfehlenswert. Ungeeignet sind sogenannte Ambossscheren. Sie sind zwar für viele Gartenarbeiten bestens geeignet, neigen aber dazu, das empfindliche Gewebe der Rosentriebe zu quetschen, was sofort Pilzerkrankungen nach sich zieht. An dieser Stelle sei auch gleich erwähnt, dass es beim Schneiden der Rosen besser ist, einen geraden als einen schrägen Schnitt anzubringen. Je kleiner die Schnittfläche ist, desto eher bildet sich hier der natürliche Wundverschluss. Der Schnitt sollte bei allen Rosen 10 bis 15 mm oberhalb des Auges liegen. Bei tieferen Schnitten läuft man Gefahr, dass der Trieb später ausbricht.

Edelrosen, Beetrosen, Polyantharosen, Floribundarosen

Für diese Rosenarten gelten weitgehend einheitliche Schnittmaßnahmen. Diese Pflanzen vertragen einen recht starken Rückschnitt, wobei die Vorjahrstriebe bis auf drei Augen zurückgenommen werden. Ein schwächerer Rückschnitt ist wenig sinnvoll, weil die Rose dann immer bestrebt ist, aus fast allen Augen auszutreiben. Das führt dann zu einer großen Menge schwach wachsender Triebe mit kleineren Blüten, die wenig gemeinsam mit der ursprünglichen Sorte haben. Beim Schneiden sollte man unbedingt das sogenannte Totholz und alte Triebe ohne Augen gleich mitentfernen.

Zwergrosen

Die kleinste unter den vielen Wuchsformen verträgt auch einen recht starken Rückschnitt im Frühjahr. Ein Schnitt nach Augen ist hier allerdings sehr mühsam, weil die Pflanzen so zierlich sind. Man macht daher nicht viel falsch, wenn man die Triebe der Zwergrosen bis auf eine Höhe von etwa 10 cm herunternimmt. Wurde diese Rosenart als Vorpflanzung zu anderen Rosenarten in einer Beetanlage verwendet, empfiehlt sich ein stufiger Rückschnitt.

Hochstammrosen

Diese Stämmchen sind mit Rosenarten veredelt, wie sie zuvor gerade beschrieben wurden. Die Schnittmaßnahmen sind daher auch auf diese Weise auszuführen. Für den Erhalt und den Aufbau einer schönen, gleichmäßigen Krone sollte man darauf achten, dass das letzte Auge nach dem Schnitt nach außen weist.

Trauerstammrosen

Erst wenn die Triebe wie eine Kaskade herunterhängen und blühen, erkennt man die Pracht dieser herrlichen Rose. Aus diesem Grund schneidet man hier lediglich die Triebspitzen zurück und entfernt abgestorbene Pflanzenpartien. Ein Regulierungsschnitt, den man alle paar Jahre einmal durchführen sollte, begünstigt die Wuchsform dieser Rosen.

Strauchrosen

Strauchrosen erfordern einen schwächeren Rückschnitt, bei dem mehrere Augen an den Trieben verbleiben. Beim Schneiden sollte man Wert auf die Formgebung der Pflanze legen. Günstig wirkt sich zum Beispiel ein leicht pyramidaler Aufbau der Pflanze aus. Hierbei werden die äußeren Triebe stärker als die Mitte zurückgeschnitten. Bei älteren Pflanzen sollten Triebe, die älter als fünf bis sechs Jahre sind, direkt über dem Boden entfernt werden. Die Pflanze regeneriert sich dadurch sehr schön und bekommt einen gleichmäßigen Aufbau.

Bodendeckerrosen

Kaum eine Rose ist leichter zu pflegen als die Bodendeckerrose. Zwar unterscheidet man bei dieser Rose mehrere verschiedene Wuchsformen, allerdings macht man bei notwendigen Schnittmaßnahmen keinerlei Unterschiede. Ohne Rücksicht auf die Lage der Augen kann man Bodendeckerrosen auf eine einheitliche Höhe mithilfe einer Heckenschere zurückschneiden. Die Pflanzen treiben danach bereitwillig aus und blühen reichlich.

Kletterrosen

Der Frühjahrsschnitt bei Kletterrosen beschränkt sich in der Regel auf die Triebspitzen, die durch Kälteeinwirkung im Winter beschädigt wurden. Bei sehr alten Pflanzen ist es manchmal gut, sehr alte Haupttriebe zu entfernen. Das ist meistens nicht ganz einfach, weil die Kletterrose aus einem Geflecht von unterschiedlich starken und langen Trieben besteht. Um der Pflanze möglichst wenig zu schaden, schneidet man die Astpartien portionsweise heraus.

Sind diese ganz alten Pflanzenteile erst einmal entfernt, treibt die Kletterrose bereitwillig wieder neu von unten aus und regeneriert sich auf diese Weise von allein. So beugt man der sogenannten Vergreisung sehr gut vor.