Urban Gardening in Hamburg-Altona: Das Projekt KEBAP

Das Projekt KEBAP

Am 22.09.2012 haben wir die Projektgruppe KEBAP besucht. Anlass war die öffentliche Filmvorführung „Die Energierebellen“. In dem Film wird das Aufbegehren eines Schwarzwaldörtchens gegen den zuständigen Energieversorger dokumentiert, der mit dem Erfolg endete, dass die Ortschaft nun dezentral, regional und gemeinschaftlich mit Energie versorgt wird. Tatsächliche Begebenheit. Erfolgsstory.

Urban Gardening am Energiebunker

Urban Gardening am Energiebunker

Was will KEBAP?

Die Abkürzung steht für Kultur-Energie-Bunker-Altona-Projekt. Ein derzeit noch zu Zivilschutzzwecken genutzter Hochbunker befindet sich im Bereich der Grünfläche nördlich der Louise-Schröder-Straße, am östlichen Ende der Schomburgstraße. Ziel der Initiative ist es, den demnächst zum Verkauf stehenden Bunker zu übernehmen und ihn kulturell, sozial und energiewirtschaftlich zu nutzen.

Die Gründungsmitglieder des KEBAP-Projekts

Kulturell?

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Für junge und „non-established“-Bands beispielsweise ist das Angebot an adäquaten Proberäumen im Hamburger Westen desaströs. Ein Bunker wäre aufgrund seiner konstruktiven Beschaffenheit die ideale Lösung.

Urban Gardening mit Hochbeeten

Energiewirtschaftlich?

In unmittelbarer Nähe verläuft entlang der Schomburgstraße und ihrer imaginären Verlängerung nach Osten eine Fernwärmeleitung. Geplant ist, in dem Bunker unter anderem ein Biomasse-Heizkraftwerk einzurichten, dieses an das bereits vorhandene Fernwärmenetz anzuschliessen und  mit dessen Output bis zu 3.000 Wohnungen durchschnittlicher Größe zu versorgen. Befeuert würde dieses Kraftwerk mit Holz und Grünschnitt aus Hamburger Grünanlagen, so dass eine klimafreundliche Energieerzeugung vorhanden wäre.

Mit Erfolg werden u.a. Mangold und Kohlrabi angebaut

Sozial?

Urban Gardening! Neben einer absehbaren Funktion als Treffpunkt im Stadtteil wird bereits jetzt kräftig gegärtnert. An der Süd-Ost-Ecke des Gebäudes sind mehrere Hochbeete vorhanden. Es werden u.a. Mangold, Gurken und Kohlrabi angebaut. Eine Steinformation wird zum Anbau von Kräutern verwendet.

Oberflächenwasser wird in Fässern gespeichert

Besonders interessant ist, daß das auf der Dachfläche des Bunkers anfallende Oberflächenwasser abgeführt und in Tonnen gesammelt wird. Eine sehr sparsame und zugleich umweltfreundliche Lösung. Ein großartiges Projekt. Wir sind begeistert und werden auf jeden Fall weiter über die Energierebellen berichten.

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