Urban Gardening im Hamburger Karoviertel

Ein weiteres Urban Gardening Projekt haben wir im Hamburger Karoviertel gefunden. Zwischen Heiligengeistfeld und Fleischgroßmarkt, in einem sehr urbanen Teil der Freien und Hansestadt Hamburg hat sich ein Gartenkollektiv etabliert.

In ausrangierten Holzkisten und überwiegend selbst konstruierten Hochbeeten züchten die Mitglieder des Kollektivs sowohl Kräuter als auch Blumen und Gemüse.

Zu den angebauten Kräuterarten zählen Petersilie, Thymian und Oregano. Die Tauglichkeit des Oreganos zur Aufzucht in Hamburger Breitengraden gilt es zu beweisen. Die angezüchtete Petersilie war zum Zeitpunkt unseres Besuchs gut im Saft.

Auf dem obigen Bild ist der Anbau von Kohlrabi und Salat in einem selbst konstruierten Hochbeet zu erkennen. Im Gespräch mit den aktiven Gärtnern erfuhren wir, dass die Versorgung mit Wasser nicht unproblematisch ist. Aufgrund des nur geduldeten Zustands in einer öffentlichen Grünfläche ist kein eigener Wasseranschluss vorhanden. Das Wasser wird von den Mitgliedern des Kollektivs mitgebracht und in einem Vorratsbehälter gespeichert. Es kommt auch zu Spenden von umliegenden Gastronomiebetrieben und Einzelhändlern.

Ziel des Kollektivs ist es, neben der nachhaltigen, lokalen Produktion von Lebensmitteln zum Zweck der Selbstversorgung, neue Wege urbanen Lebens aufzuzeigen. Im Gespräch mit den Gärtnern hoben diese die kooperative Grundhaltung der Stadt Hamburg, bzw. des zuständigen Bezirksamts, im Hinblick auf die lediglich geduldete Situation in einer öffentlichen Grünfläche hervor.

Beispielgebend scheint das reibungslose Zusammenwirken der Hobbygärtner untereinander zu sein. Verglichen mit der überregulierten „Vereinsmeierei“ etablierter Kleingartenvereine scheint das Miteinander hier geradezu harmonisch zu sein.

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